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Wanderfahrt auf der Treene am 13.Mai 2017

In diesem Jahr organisierte Vincenz den Ausflug, er zeigte uns sein altes Ruderrevier, die idyllische Treene von Hollingstedt nach Friedrichstadt.
Nachdem wir am Freitagabend die Boote auf den Hänger verladen hatten, konnte die Fahrt am Sonnabendmorgen bei Sonne – stressfrei und mit viel guter Laune im Gepäck – Richtung Hollingstedt starten.
An der wildromantischen Kanu-Einsetzstelle in Hollingstedt wurden die Boote klar gemacht und ins Wasser gelassen.


Bedingt durch einen fehlenden Steg und den sumpfigen Boden, standen wir beim Einsteigen knöchelhoch im Matsch und erlebten schon zu Beginn diese Fahrt mit allen Sinnen.
Die Strömung der Treene machte das Rudern leicht – sanft und malerisch zogen die saftig grünen Wiesen an uns vorbei. Stolze Reiher begleiteten uns eine Weile, die Schafe blökten und wunderten sich über diese merkwürdigen Wesen auf dem Wasser. Jungbullen liefen ans Ufer und wollten uns scheinbar verjagen.


Nach ca. 15km bei Holzkate/ Süderhöft unterbrachen wir die Fahrt an der Nato-Brücke für eine kurze Pause und Stärkung des Körpers mit Fingerfood.


Dunkle Wolken zogen auf, es grummelte in der Ferne und die stechende Sonne ließ nichts Gutes erahnen. Da hieß es schnell einpacken, die Boote beladen, Steuerleute auswechseln und weiter ging es die letzten 15 km Richtung Friedrichstadt.
Die Treene wird hier etwas breiter, und so konnten die beiden Boote für eine Weile nebeneinander herfahren. Um die Strecke abzukürzen, wetteiferten die Steuerleute um den schnellsten Weg – Steuermann war hier vor Steuerfrau der deutliche Gewinner.
Das Gewitter wurde stärker und kam bedrohlich nah. Geschickt wie wir Ruderer aber nun einmal sind, gelang es uns, die Gewitterfront einmal links, einmal rechts zu umfahren. War das Gewitter mal direkt hinter uns und wollte einen Angriff von dort aus starten, fuhren wir schneller und schneller.
Die Natur zeigte sich jetzt in einem ganz besonders schönen Licht. Schwarze Wolken, das strahlende Gelb des Rapses und die Sonne, die es hier und da schaffte, kurz hervorzugucken …


Kurz vor Schwabstedt fielen die ersten Regentropfen. Der Duft des Rapses wurde immer intensiver, bei geschlossenen Augen fühlte man sich fast wie in einem riesigen Honigtopf.
Weiter ging es flussabwärts, hier und da sahen wir die ersten Häuser am Ufer stehen, Friedrichstadt nahte. Der leichte Regen begleitete uns bis zum Schluss, dem Gewitter aber waren wir weiterhin Kilometer um Kilometer durch einen gekonnten Slalom erfolgreich davon gerudert.
Nach dem Anlegen am Bootshaus der Friedrichstädter Rudergesellschaft wurden die Boote auf den Hänger verladen, die Autos aus Hollingstedt geholt und die Reise ging zurück zum RRV.
Hier putzten und wienerten wir die verdreckten Boote, die gute Laune ging auch dabei nicht verloren.

Danke Vincenz für die tolle Organisation und das Teilen (d)eines wunderschönen Ruderreviers!
Danke Jörg für das umsichtige Ziehen des Bootshängers!
Danke an Herrn Dinkhauser für das Bereitstellen seines Fahrzeuges!

Und danke an alle Mitruderer, die diese Fahrt mit tollem Arbeitseinsatz, hervorragender Planung und bester Laune, zu einem ganz besonderen und unvergesslichen Erlebnis haben werden lassen.

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